Der Blinde mit der Augenbinde

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Der Blinde mit der Augenbinde
 

Eine Bird-Box-Challenge, die mehr ist als ein Internet-Hype

Die Bird-Box-Challenge ist gerade der Social Media Trend. Unter blinden und sehbehinderten Menschen wird sie jedoch kontrovers diskutiert. Eine Video-Reihe vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband soll Hype Hoppern jetzt die Augen öffnen und sie für die lebenslange Challenge sensibilisieren, mit der blinde Menschen im wahren Leben konfrontiert sind.

 

Gefährliche Mutproben sorgen seit dem Start des neuen Netflix-Films „Bird Box“ in den sozialen Medien weltweit für Furore. Menschen laufen mit Augenbinde orientierungslos durch die Gegend und verletzen sich dabei. Für ein paar Likes setzen sich manche sogar mit verbundenen Augen ins Auto und lassen sich dabei filmen, wie sie einen Unfall bauen. Alles wird in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag #BirdBoxChallenge veröffentlicht. Ein Video sticht dabei hervor. Es soll diejenigen sensibilisieren, die blind dem neuen Internet-Hype folgen.

Das Video beginnt wie viele Bird-Box-Challenges: Ein Mann mit Augenbinde läuft waghalsig die Treppen seiner Wohnung hinunter oder schnippelt in der Küche Gemüse. Doch etwas ist anders: Er stolpert über keine Stufe. Er schneidet sich nicht in den Finger. Er scheint der Meister der Bird-Box-Challenge zu sein. Am Ende des Videos nimmt er seine Augenbinde ab. Er ist blind. Seine Challenge heißt nicht Bird-Box. Seine Challenge sind die Vorurteile und Barrieren, denen blinde Menschen tagtäglich ausgesetzt sind. Der Mann ist Heiko Kunert, Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg.

Heiko Kunert: „Die tägliche Challenge blinder Menschen ist die Konfrontation mit unterschiedlichen Barrieren. Das sind echte Barrieren, z.B. wenn keine Blindenleitstreifen vorhanden sind oder plötzlich Hindernisse auftauchen – wie ein auf dem Gehweg geparktes Auto. Oft sind es aber auch die Barrieren in den Köpfen der Menschen, die glauben, dass man als blinder Mensch völlig hilflos ist.“

Hinter der Idee für das Video steckt die Werbeagentur Scholz & Friends, die den Verein damit unterstützen möchte, in den sozialen Netzwerken für die Barrieren im Alltag von blinden Menschen zu sensibilisieren.

Christian Aussem, Creative Director bei Scholz & Friends: „Wir freuen uns sehr, auf so unterhaltsame Weise mit Heiko Kunert für ein gesellschaftlich relevantes Thema sensibilisieren zu können. Die Bird-Box-Challenge ist ein Beispiel dafür, dass man nicht „blind“ einem Trend hinterherläuft, sondern auch mal kurz an die Menschen denkt, für die es kein Spiel sondern Realität ist.“

 

 

ÜBER DEN DBSV

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) koordiniert das Handeln und Auftreten von 20 Landesvereinen. Der Verband vertritt die Interessen der Menschen, die von einem Sehverlust betroffen oder bedroht sind, mit dem Ziel, ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern.
https://www.dbsv.org/ 

 

ÜBER HEIKO KUNERT

Heiko Kunert (42) ist Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg e.V. (BSVH) und Vorstandsmitglied der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen. Der Diplom-Politologe, PR-Berater und freie Journalist gehörte 2008 zu den ersten blinden Bloggern und Twitter-Nutzern im deutschsprachigen Raum. Er schreibt auf https://heikos.blog/ über Inklusion, Barrierefreiheit, Blindheit und sein Leben. Kunert ist außerdem Mitglied des inklusiven Theater-Ensembles Blinde Passagiere.

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