Mit Tampons das Steuersystem überlisten, ganz legal

Wie The Female Company mit einem Tampon-Buch zum politischen Akteur wird

Mit Tampons das Steuersystem überlisten, ganz legal
 

Kaviar, Trüffel und sogar Ölbilder: In Deutschland werden viele Luxusgüter mit dem ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent besteuert. Tampons unterliegen dagegen der höchsten Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Die Gründerinnen des Online-Shops The Female Company verkaufen nicht nur Monatshygieneprodukte, sondern wenden sich auchgegen diese diskriminierende Besteuerung.

Damit haben sie eine gesellschaftliche Debatte angestoßen, der wir als Agentur die Aufmerksamkeit verschaffen wollen, um gesellschaftliches Umdenken zu ermöglichen.

 

Das Gesetz mit dem Gesetz überlisten

Unsere Idee: Bio-Tampons in einem Buch verpackt verkaufen – und so das Steuergesetz mit sich selbst überlisten. Weil für Bücher nur der geringere Steuersatz fällig wird, können wir die Tampons für 7 Prozent versteuern. Mit 45 Seiten provokanten Illustrationen und empowernden Inhalten über Menstruation, Tabus und Feminismus ist das Buch aber mehr als nur intelligente Verpackung. Und: Es unterstützt die Petition „Die Periode ist kein Luxus“. Mit Erfolg: Das Ziel derInitiatorinnen, den Bundestag aufzufordern, über die Abschaffung der Tamponsteuer zu diskutieren, ist nach deutlich mehr als den notwendigen 150.000 Unterschriften erfolgreich.

 

Erste Auflage vergriffen

Die erste Auflage von 1000 Tampon Books war sofort ausverkauft. Ursprünglich als einmalige Aktion geplant, wurde das Tampon Book so erfolgreich, dass The Female Company weitere Auflagen produzieren ließ. Der Case-Film erreichte mehr als 10,5 Millionen Views auf Youtube, Facebook und Instagram. Mainstream-Medien wie RTL und Pro7/Sat1 haben die Geschichte aufgegriffen, überregionale Zeitungen wie die F.A.Z. und fast jeder feministische Blog in deutscher Sprache haben über das Tampon Book berichtet.